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Medizinisch geprüft von
Dr. Sarah Schmidt

Facharztausbildung Gynäkologie, 12 Jahre klinische Erfahrung

Medizinisch geprüftAktualisiert: 2026-03-01

Wie wird der Eisprung berechnet?

Kurzantwort: Der Eisprung wird berechnet als: Erster Tag der letzten Periode + (Zykluslänge − 14). Das fruchtbare Fenster umfasst 5 Tage vor bis 1 Tag nach dem Eisprung.

Die Berechnungsformel

Eisprung-Formel

Ovulation = LMP + (N − 14)

Fruchtbares Fenster

Fenster = Ovulation − 5 → + 1

Wobei LMP = Erster Tag der letzten Periode (Last Menstrual Period) und N = Zykluslänge in Tagen.

Biologischer Hintergrund

Follikelphase

Tag 1 – Eisprung

Die variable Phase des Zyklus. Beginn mit der Periode und Reifung eines Follikels. Dauer: 10–21 Tage.

Eisprung

Einen Tag

Der reife Follikel platzt und gibt die Eizelle frei. Die Eizelle ist nur 12–24 Stunden befruchtungsfähig.

Lutealphase

~14 Tage (konstant)

Das leere Follikel wird zu Gelbkörper (Corpus Luteum) und produziert Progesteron. Diese Phase dauert fast immer 14 Tage.

Grenzen & biologische Variabilität

⚠️ Wichtige Einschränkungen dieser Methodik

  • Die Formel gilt nur für Personen mit regelmäßigem Zyklus.
  • Stress, Schlafmangel, Erkrankungen oder Reisen können den Eisprung erheblich verschieben.
  • Hormonelle Verhütungsmittel, bestimmte Medikamente und Hormonstörungen beeinflussen den Zyklus.
  • Die Berechnung ist nicht zur Verhütung geeignet.
  • Bei PCOS, Schilddrüsenerkrankungen oder früher Perimenopause kann die Formel stark abweichen.
  • Individuelle Abweichungen von ±5 Tagen sind biologisch normal.

Wissenschaftliche Grundlage

Letzte Aktualisierung: 2026-03-01 · Nächste Überprüfung: 2026-06-01

Fragen zur Berechnungsmethodik

Die Formel ist bei regelmäßigen Zyklen zuverlässig auf ±1–2 Tage genau. Sie basiert auf dem Prinzip, dass die Lutealphase konstant ca. 14 Tage beträgt, während die Follikelphase variiert.
Die 14 Tage entsprechen der durchschnittlichen Länge der Lutealphase (Zeit nach dem Eisprung bis zur nächsten Periode). Da diese Phase biologisch konstant ist, lässt sich der Eisprung rückwärts vom nächsten Periodenbeginn berechnen.
Die Berechnung gilt nur für regelmäßige Zyklen. Stress, Erkrankungen, Hormonveränderungen, Reisen oder Medikamente können den Eisprung erheblich verschieben. Bei unregelmäßigen Zyklen ist die Genauigkeit deutlich geringer.